Bildergebnis für Halsbandsittiche21.02.2021  - Frühlingsgefühle mitten in Deutschland! Wie genau sie hierher kamen ist allen ein Rätsel, doch diese exotische Gruppe wild lebender Halsbandsittiche bereitet sich bei aktuellen Temperaturen um den Gefrierpunkt auf den Nachwuchs vor.
Smaragdgrüne Papageien mitten in Deutschland? Und das zu dieser kalten Jahreszeit? - Ja, die gibt es! Es handelt sich um eine Kolonie von Halsbandsittichen, die in der hessischen Hauptstadt Wiesbaden schon seit vielen Jahren in einem Schlosspark lebt – gewissermaßen in freier Wildbahn.

Viel Geflatter und Geschrei
Trotz ihrer exotischen Herkunft scheinen sie die rauen Temperaturen hierzulande nicht zu stören. Der Beweis: Schon seit zwei bis drei Monaten dringt aus den Bruthöhlen im Park des Biebricher Schlosses am Rheinufer der Lärm von Geflatter und Geschrei.
Je nach Wetterlage fangen sie vielleicht schon Mitte Februar mit dem Brüten an, äußert der Experte Detlev. Doch schon jetzt zeigen die Exoten Interesse an den künftigen Bruthöhlen.

Invasion der Exoten
Schon seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Franz mit den wild lebenden Sittichen, die sich inzwischen auch in anderen Städten in der südwestdeutschen Rheinebene niedergelassen haben. Neben dem giftgrünen Halsbandsittich lebt auch der Große Alexandersittich frei in der Region.
Die hübschen Vögel stammen aus Afrika und Asien. Man vermutet, dass sie aus der Gefangenschaft entwischt sind. In unseren Breitengraden brüten sie besonders gerne in Höhlen alter Baumbestände, wie man sie in Parks, Friedhöfen oder in großen Gärten findet. Sie bevorzugen dabei Platanen, die sie auch als Schlafplätze nutzen.